Interrail 2005 – Irland, Schottland, England: Teil 2
Dublin
Mo, 05.09.2005 In Dublin mussten wir als erstes mal am Liffey entlang. Wo sind wir denn hier? – Das ist Amsterdam und nicht Dublin! Aber dann erblickten wir die Guinnessbrauerei und uns wurde klar dass es doch Dublin ist. ![]()
Der Weg zum Hostel hat sich dann als relativ lang herausgestellt vor allem wegen sich ändernder Strassennamen. Angekommen machte das Hostel einen ordentlichen Eindruck auch wenn 18€ die Nacht hart sind. Dafür Küche, Frühstück und geiles Bad im Zimmer. Nur 2min zum Abfahrtsbahnhof.
Kleine Tour ann zum Trinity College gemacht, welches ohne Touris wirklich traumhaft wäre. Also sehenswert; Das Book of Kells haben wir uns dann für den nächsten Tag aufgehoben. Auf dem Rückweg gings dann noch Essen kaufen und das ganze dann in der **** Küche machen. Die Herde sind echt zum Kotzen. Aber das Essen war nicht besser, dafür ausfüllend. Bisschen Simpsons im Common Room geschaut und dann im INet-Café das Tragerfreunde-Forum unsicher gemacht was so geschlaucht hat dass das Bett die einzige Lösung schien.
Di, 06.09.2005 Kein Wecker, Argh! Naja, nach ner schnellen Dusche haben wir es doch noch rechtzeitig zum kleinen Frühstück mit Muffin und Kaffee geschafft. Dann direkt ins Trinity College um das Book of Kells zu bewundern. Ziemlich eindrucksvoll das Ganze, besonders aber die Große Bibliothek mit ihren mehr als 200.000 Büchern sowie Büsten und der ältesten Harfe Irlands. Dennoch ist der Eintritt mit 7,50€ völlig überteuert.
Anschliessend sind wir dann ins Nationalmuseum gegangen, welches den Geldbeutel schonender behandelt da hier kein Eitritt verlangt wird. Dennoch bietet es neben der obligatorischen Ägypten-Abteilung vieles interessantes über Irlands Geshichte und Einwohner sowie eine Menge Gold und Schmuck
Durch den St Stephens Park ging es dann Richtung St. Patricks Cathedral welche mir die letzten Euros aus der Tasche zog.
Voll mit Gedenktafeln und Schreinen ist sie auch historisch von Bedeutung. Nett anzusehen aber auch hier muss ich sagen dass es zu teuer ist, vor allem wenn ein Giftgeschäft einen Großteil des Platzes für sich beansprucht.
Dannach ging es über die Christchurch zum Dublin Castle welches billiger als St Patricks ist und auch noch eine Führung für das Geld bietet. Etwas magerer als in Kilkenny aber mit Unterirdischem Bereich und Präsidentensitz einen Besuch wert.
Eigentlich alles sehr schön hier, aber eben zu teuer. Hoffentlich ändert sich das in Schottland wieder. Und unsere Türkarte bzw. das ganze System im Hostel sponn total. Zum Abend gab es dann mal wieder lecker Baked Beans für 28ct. Irgendwo musste ja gespart werden wenn man noch in den Pub will.
25 Zapfhähne, 12 Sorten gezapftes Bier, unmengen von Spirituosen und Bier und Softgetränke in Flaschen gesellen sich im Molloys zu einem urig-kultigen Ambiente. Drei Fernseher, saubere Toiletten und ein Biergarten krönen die Pub zu einer
Spitzenlocation in der der Wirt mit zunehmender Stunde immer mehr an Fahrt gewinnt.TV Freak, Firmenshirt und super Zapfer. Old Jack gehört auch schon fast mit zum Inventar. Zu später Stunde habe ich dann noch 20€ auf dem Klo gefunden welche noch eine Runde Guinnes bedeuteten und meine Schulden beim Howwer beglichen. Somit sind wir dann nach der Sperrstunde wieder ins Hostel zurück und haben uns in wohlige Cremeschaumtröume gehüllt.
Mi, 07.09.2005 Frühstück, auschecken, zum Bahnhof, in den Zug und los gings. So einfach kann es sein, auch wenn die Schaffner es nicht wirklich gepeilt haben wo die Stempel hingehören.
Belfast
Mi, 07.09.2005
Die Fahrt war reibungslos, nichtmal Passkontrollen. In Belfast haben wir erstmal Geld geholt und gemerkt dass durch das Länderspiel alles ziemlich voll ist, haben aber bei Arnies Backpackers noch die letzten Betten, bzw. das letzte Doppelbett abgestaubt. Cooles Teil was eigentlich nen normales Wohnhaus sein sollte. So siehts dann hier auch aus. Aber viele coole Leute hier und Arnie ansich is ne Granate.
Haben dann ne kleine Runde durch die Stadt gedreht, ne Tour durchs Rathaus gemacht und dann weiter zu Stena gelatscht. Und das hat gedauert da. Die normalen, langsamen Fähren dahren nur Fr-So und die HSS um 12.25Uhr war voll wegen dem Länderspiel. Also nach ner halben Ewigkeit hatten wir dann die Tickets für 17.20Uhr. Dannach zu St. Annes welche schon um 16Uhr zugemacht hatte und direkt wieder ins traute Heim. Nunja erst bei Arnie nen bisschen fern gesehn und dann Essen gemacht. Nordirland hat seit 26Jahren nichtmehr gegen England gewonnen gehabt und wir waren just zu dem Spiel in Belfast wo sie wieder gesiegt haben. Michael war im Pub und nach dem Spiel im Stadion. Ich hab im Hostel mit den ganzen “Stammgästen” abgehangen. Clinton, Mel und noch nen Paar. Ziemlich interessant dass die schon zum Teil Monate in Belfast wohnen. Clinton ist nen Fall für sich aber echt genial; hat dann noch ne Runde mit Smileys beschriftete Runde Büchsenbier (0.44er) geschmissen. Haben dann noch bis ca. 1Uhr Karten gespielt.
Do, 08.09.2005 Bis 10Uhr verpennt, dann gepackt und die Rucksäcke bei Mel gelassen. Direkt dann um 11.30 die letzte Tour durch Belfast gestartet welche uns durch die Falls Road zur St Annes Cathedral geführt hat. St Annes ist sehr ansehnlich und ein “hope-Stift” als Turm ist schon in Planung um das turmlose Dasein zu beenden.
4Pfund Einkauf auf dem Rückweg getätigt und dann noch nen bisschen im Hostel abgehangen bis wir gegangen wurden. Botanic Station-Central Station by Train, Central Station-Yorkgate Station by bus, Yorkgate Station-Stena-Dock zu Fuß. Die Fähre verzögerte sich leider um ca. 30 Minuten auf 17.50Uhr. Solange haben wir Prospekte über Schottland gelesen, Muffins gegesen und Cricket geguckt. Die Fähre war ziemlicher Luxus aber die Aussicht ziemlich bescheiden und das Wetter zu diesig um ordentliche Fotos zu schiessen.
Glasgow
Do, 08.09.2005
Angekommen in Stranrear haben wir uns in den gestellten Bus nach Ayr gesetzt welcher an einer bezaubernden Küstenstrasse entlanggefahren ist. Aber leider war grad Sonnenuntergang und vieles war daher im Dunkeln…
Ab Ayr haben wir dann nach ner Wildcampgelegenheit gesucht welche sich in Dalry gefunden hat. Fix Essen gemacht und nen Frosch vertrieben, dann ins Reich der Träume geflüchtet…
Fr, 09.09.2005 …bis uns gegen 5Uhr das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Um 6Uhr ging es dann weiter Nach Glasgow. ![]()
In Glasgow angekommen erstmal die üblichen Probleme: “Wo übernachten, wie hinkommen?” – Aber sind dann doch bis zum Globetrotters Hostel gekommen wo ich direkt fünf Pfund zu viel Wechselgeld bekommen habe. Das Zimmer nennst sich “Death Star” und liegt neben “X-Wing”,”Millenium Falcon”, “Canada”, “Austria” und “Greece” und lässt sich wohl als Todeszone oder Abstellkammer bezeichnen wenn man sich die andren Zimmer ansieht.![]()
Das Hostel ist ziemlich gemütlich und verwinkelt; unser Hostelfachangestellter hat sich verlaufen und musste die Aufgabe uns unser Dorm zu zeigen einem anderen Mitarbeiter überlassen. Dann als Erstes mal gefrühstückt, bzw in die Küche gegangen wo uns ein Alpendrache erwartete der das Hostel als Drecksloch bezichnet welches mit “Scheiss Polacken” gefüllt sei. Auch die Selbstmordvariante “10Jahre Schottisches Frühstück” wurde uns näher gebracht von der 150cm Dame.
Um 9.40Uhr dann in die Stadt wo wir nach Wartezeit zu den ersten Gästen des Lighthouse (Architekturmuseum) und der “Gallery of Modern Art” gehörten. Anschliessend zu St. Mungos Cathedral
welche großartig anzusehen ist und mit der Necropolis Nebenan ein schönes Motiv ergibt. Museum of Religious Art & Life mit anschliessendem Besuch von Provands Lordship; beides direkt bei der Kathedrale, umsonst und sehr interessant.
Im Museum of Religious Art&Life hat sich Michael ins Stadion abgesetzt und ich habe mir Rathaus Nr.3 angesehn. Die City Chambers hatten die bisher eindrucksvollste Halle der Inseln zu bieten. Dannach gings zurück ins Hostel, aussortieren, planen und fertig machen zum Essen kaufen, lecker “Swissstyle Role” für 25 Pence das Stück zum Frühstück. Dann weiter zu nem Fish & Chips und da das Abendessen geholt: Chips & Cheese und Fish & Chips. Nach dem Essen noch kurz INet gecheckt und dann pennen.
Sa, 10.09.2005 Mitten in der Nacht kam dann die Deutsche Invasion. Der Pole war nun 1:7 unterlegen und nach dem Wecken mit Presslufthammer auch nicht mehr da… Egal, Aufstehen 888-Kalorienrolle gefuttert, gepackt und ab nach Stirling!





