Shepherd’s Pie

Seit einiger Zeit liegt mir die Frau immer wieder in den Ohren, ich solle endlich mal ein Rezept verbloggen, wie ich unseren Shepherd’s Pie zubereite. Gesagt, gesagt, gesagt,…. getan. Hier kommt nun zur Abwechslung mal was aus der Küche statt der Werkbank. Ich beschreibe alles für eine vegetarische Variante, aber mit dem Austausch von Tofu zu Hackfleisch ist der Wechsel kein Problem.
Wie bei fast allem, das ich koche, orientiere ich mich an dem, was die Küche hergibt und an einem Bild in meiner Vorstellung. In diesem Fall ist das der Schäfer, der den ganzen Tag unterwegs ist und sich leckere Zutaten für sein Abendessen sammelt. Das kann Streuobst sein, wilde Kräuter, ein paar Pilze, ein Rest trockenes Brot vom Tag oder was er sonst so zugesteckt bekommen könnte. Daraus ergibt sich dann der Unterteil des Pies.

Zutaten

  • Balsamico
  • Soja-Sauce
  • Cola, Ahornsirup oder etwas anderes zum Süßen
  • Raucharoma, Whiskey oder Barbecuesauce für noch würzigeren Geschmack
  • Tomatenmark, Reste von Tomatensauce oder auch Ketchup
  • Tofu (ein Block, müssten ca. 200g sein)
  • 1-2 Zwiebeln
  • Sojacrisp
  • 1 Apfel
  • Tomaten
  • mehlige Kartoffeln (ca. 500g)
  • würziger Käse (ca. 150g)
  • Milch (ca. 200ml)
  • Eine Scheibe Toast oder altbackenes Brot
  • Salz, Pfeffer, Kräuter und andere Gewürze
  • Schwarzkümmel zur Dekoration

Unterteil: Fleisch(los)

Als erstes wird eine Marinade hergestellt, die möglichst dunkel und aromatisch ist, hier kann also alles rein was die Küche hergibt. Wenn man sie nicht mehr probieren möchte, weil die Mundhöhle verätzt wird, ist sie fertig. Das ist nötig um einerseits dem Tofu mehr Geschmack zu verleihen, als auch um später nicht zu viel nachwürzen zu müssen:
  • 2 EL Balsamico
  • 2 EL Soja-Sauce
  • 4 EL Cola
  • 1/2 TL Raucharoma
  • Salz, Pfeffer

Ist die Marinade fertig, den Tofu in kleine Würfel schneiden und in Marinade legen. Da kann er dann durchaus länger bleiben, bei mir oft einfach von morgens bis ich abends mit dem Rest weitermache. Gelegentlich durchmischen, damit der Tofu von allen Seiten etwas abbekommt.

Da das ganze Rezept nicht besonders kompliziert ist, geht es auch jetzt recht einfach weiter. Zwei kleine oder eine größere Zwiebel in Butter und Öl in einer großen Pfanne anschwitzen. Anschließend ca. 50g Sojacrisp hinzugeben und nach einiger Zeit 1/2 gewürfelten Apfel hinterherschmeißen. Die Marinade dann in einen Becher füllen und den Tofu mit in die Pfanne geben. Das Ganze ein wenig weiter anbraten.
Die abgefüllte Marinade mit 50ml Balsamico, 2 EL Ahornsirup (oder anderes Süßungsmittel) und 2 EL Soja-Sauce vermischen. Mit einem Teil davon dann die Basis in der Pfanne ablöschen. Eine Scheibe Toast oder altbackenes Brot gewürfelt hinzugeben und immer wieder mit einer Mischung aus 450ml Wasser, dem Rest der Marinade und 30g Tomatenmark aufgießen und einkochen lassen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Thymian, Majoran, Bärlauch, Salz, Pfeffer, Cumin und Muskat abschmecken.

Oberteil: Kartoffel

500g mehlige Kartoffeln schälen und gewürfelt kochen (geht schneller). Kurz bevor sie fertig sind 1/2 gewürfelten Apfel hinzugeben bis alles weich ist. Zu den (Erd)Äpfeln 200ml Milch hinzugeben und das Ganze grob pürieren. Es dürfen ruhig noch Stücke drin sein und lieber etwas mehr Milch hinzugeben, damit es ein eher weicher Kartoffelbrei wird. Mit Salz und Muskat abschmecken und 150g Käse (würzig oder mild nach Geschmack) reiben oder in kleinen Würfeln untermischen.

Leckerteil: Fertigmachen

Der Rest ist nun wirklich simpel. Den Fleischteil in eine Auflaufform geben und Kartoffelbrei darüberstreichen. Je nach Lust und Geschmack mit Schwarzkümmel dekorieren und bei 170° ca. 30min in den Ofen. Teller auf den Tisch und den harten Tag vergessen.
Protipp: Es ist schnell mehr gemacht und im Kühlschrank hält sich eine ungebackene Form gerne ein paar Tage und schmeckt auch dann noch super.

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