der mac Rotating Header Image

Es schrieb da einer eine Abschlussarbeit

Am 26.11.2009 habe ich meine Bachelorarbeit angemeldet und konnte sie letzten Freitag (26.02.2010) fristgerecht abgeben. Bis dahin war es allerdings ein längerer Weg als ich mir das vorgestellt hatte. Zum einen wollte ich eigentlich schon im letzten Sommersemester schreiben, aber leider musste ein bestimmter Schein benotet vorliegen. Und das war erst im November soweit. Nun ja, bis Ende Januar habe ich eigentlich nichts an der Arbeit getan, außer darüber nachgedacht. Es war verdammt viel an anderen Baustellen zu tun. Unter dem Thema “Das Internet als öffentliches Gut – das Problem der digitalen Spaltung” fand der Denk- und Schreibprozess dann ein Ende. Das Produkt war dann folgendes:

Über den Arbeitsfortschritt habe ich unter dem Hashtag #BA getwittert, danke nochmal für die Gratualtionen gegen Ende.

Vielleicht kann ich noch ein paar kleine Tipps geben, was mir das Schreiben erleichtert hat, und was ich bei meiner nächsten Arbeit anders machen werde.

  1. Die Zeit nutzen die man hat. Ich habe eigentlich alle Literatur und die Schreibarbeit in zwei Wochen erledigt.
  2. Genug Zeit zum Binden und Korrekturlesen einplanen. (1-2 Wochen)
  3. Auch schon während der Arbeit Korrekturlesen lassen.
  4. Immer wieder Abschnitte ausformulieren bevor andere Abschnitte angegangen werden. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass schon ein Teil fertig ist. (siehe 3.)
  5. Arbeitsweisen abwechseln. Nicht alles am Ende ausformulieren oder die gesamte Literatur am Stück durcharbeiten. Viele Arbeiten lassen sich nur schleppend erledigen wenn man eigentlich genug davon hat. (Siehe 4.)
  6. Das A und O einer guten Arbeit ist deren Struktur. Diese fängt bei der Fragestellung an und hört bei der Gliederung auf. Die Fragestellung sollte, zumindest in groben Zügen, schon vor der Anmeldung der Arbeit feststehen. Aus ihr lässt sich dann die Gliederung meist sehr einfach ableiten.
  7. Das Skelett mit Inhalt füllen. Wenn die Struktur erst einmal vorhanden ist, lässt sie sich sehr schnell mit Inhalt füllen. Ob das nun Zitate, Grafiken oder eigene Gedanken sind, alles lässt sich einfacher anhand der Struktur einpassen.
  8. Hierbei habe ich meistens erst Sekundärliteratur verwendet, damit ich den Kern verstehe und die Primärtexte sinnvoller bearbeiten konnte.
  9. Formalia. Eigentlich gehören sie an den Anfang, aber sie bieten auch eine gute Möglichkeit etwas sinnvolles zu tun, wenn die Motivation mal am Boden ist. Also quasi produktiv prokrastinieren. Ich arbeite übrigens gerne mit einfachem Zeilenabstand um mehr Inhalt im Blick zu haben. Das hat den positiven Effekt, dass der Text mit einem Klick sehr viel länger werden kann wenn man mal was Positives braucht.
  10. Freizeit. Auch wenn man es immer wieder über längere Phasen schafft viel zu arbeiten muss auch mal Schluss sein. Nach einer Pause, die auch gerne mal einen Tag oder ein Wochenende dauern kann, arbeitet es sich gleich viel besser.

Ich hoffe, ich halte mich das nächste Mal selbst daran was ich hier schreibe. Diesmal war der Abgabezeitpunkt einfach zu nah, als das Pausen möglich gewesen wären. Aber immerhin, die Bachelorarbeit in zwei Wochen runterzuhacken schafft auch nicht jeder. Hoffentlich wird das Ergebnis gut genug.

Be Sociable, Share!

3 Comments

  1. Tom sagt:

    Schön schaut sie aus! Wie du siehst, prokrastiniere ich gerade auch wieder. Aber die Selbstmotivation klappt seit ein paar Tagen besser. :)

  2. Franzi sagt:

    Das Problem mit dem Prokratinieren kenne ich nur zu gut. Meine Hausarbeiten beginnen meist auch mit einem Brainstorming, dann geht es an die Recherche und anschließend ans Lesen. Am wichtigsten ist meiner Meinung nach, dass man ausreichend Zeit einplant und nicht erst auf den letzte Drücker mit dem Schreiben anfängt. Das ist mir leider auch schon häufig passiert.
    Lg Franzi

Leave a Reply