Wandern im Fünf-Seen-Land #wi5sl2009

Kurz vor den Klausuren haben wir uns noch ein bisschen Urlaub gegönnt. Eigentlich wollten wir an fünf Tagen das Fünf-Seen-Land bewandern, blieben aber dann doch nur vier Tage an zwei Seen suisse acheter viagra. Nichtsdestotrotz war es ein wunderbarer Urlaub der Lust auf mehr gemacht hat. Mehr Freiluft, Bewegung, Aussichten und Freizeit. Die paule hat schon zu den ersten drei Tagen gebloggt, ich hoffe ich kann ihr hier jetzt mit dem letzten Tag zuvorkommen. Ihre Berichte finden sich hier (Tag 1), hier (Tag 2) und hier (Tag 3). Bilder habe ich ja schon hochgeladen. Diese finden sich hier.

Tag 1

Frisch motiviert haben wir unseren Katzen- und Wohnungssitter gegen 6 Uhr verlassen und uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Mit dem Bayernticket dann bis Kochel gefahren und unterwegs erst gemerkt dass es erst ab 9 Uhr gültig ist. Allerdings ist das nochmal gut gegangen und wir kamen gegen Mittag an. Dann ging es direkt fünf Kilometer weiter zu Fuß zum Zeltplatz wo wir schnell unser Zelt aufgeschlagen haben und dann weiter Richtung See gegangen sind. Diesmal ohne die 8 (paule) bzw. 16 Kilo (ich) auf dem Rücken. Auf dem Weg zu der perfekten Badestelle kamen wir an einigen schönen Stellen vorbei die sich auch in den Bildern wiederfinden. Am Ende sind wir auf einer Kuhweide gelandet deren Bewohner sich aber im Schatten aufhielten und so die sonnigen Plätze für die Badegäste freihielten. Der Rückweg zum Zeltplatz, bzw. dann direkt wieder nach Kochel zum Abendessen, führte uns dann noch am Walchenseekraftwerk vorbei welches wir später auch noch besichtigten. Zum Abschluss des Tages saßen wir noch ein bisschen am See (beim Zeltplatz) und harrten der Dinge die da kamen.

Tag 2

Nachdem die Nacht mitsamt unglaublichem Unwetter überstanden war machten wir uns auf die müden Knochen zu bewegen. Als erstes führte uns der Weg ins Franz Marc Museum. Viel Neues gab es nicht zu sehen und das alte konnte mich leider auch nicht vollends überzeugen. Am besten gefällt mir immer noch die Außenansicht des Museums… Danach machten wir uns auf den Weg die öffentliche Führung im Industriedenkmal Walchenseekraftwerk zu besuchen. Hierauf freute ich mich schon den ganzen Tag, wurde dann aber doch ordentlich enttäuscht. Bis auf den Gang in die Turbinenhalle gab es nichts Neues zu sehen. Und selbst da war es so laut, dass man kein Wort verstehen konnte. Sehr schade. Hier könnte man wesentlich mehr bieten. Bisher also ein durchaus enttäuschender Tag. Glücklicherweise fand er mit einem berauschenden Abend seinen Abschluss. Südseefeeling mit kleinen Surfern und One-Man-Live-Musik bei Sonnenuntergang am See. Traumhaft! Die Nacht war übrigens angenehmer als die letzte. Nur der Boden wurde einfach nicht bequemer und zwang zu vielen Schlafunterbrechungen.

Tag 3

Dieser Tag lässt sich sehr kurz fassen: Berg hoch, woah, Berg runter, See, Unwetter. Ein bisschen länger liest sich das dann so: Morgens sind wir mit dem Bus von Altjoch (Haltestelle am Zeltplatz) über den Kesselberg gefahren und an der Herzogstandbahn ausgestiegen, diese wiederum bestiegen und ein paarhundert Meter den Berg hochgefahren. Es folgten dann noch etwas mehr als 150 Höhenmeter bis zum Gipfel des Herzogstands welche relativ schnell hinter uns lagen. Zu Füßen fanden wir dann einen wunderbaren Ausblick (Woah!) den wir bei einer Brotzeit genossen. Der Weg runter dauerte ein bisschen länger da ich den Foto um den Hals hatte und mehr Bilder geschossen habe. Unten den Bus zurück verpasst, eine Pizza gegessen, zum Campingplatz gefahren und nochmal an den See gelegt, gelesen (Gesellschaft begreifen. Einladung zur Soziologie. – Sehr lesenswert!) und gebadet. Die Nacht brachte dann noch ein Unwetter (nur Wind und kaum Regen) wie ich es beim Zelten noch nicht erlebt habe. Zwischen zwei und sechs Uhr herrschte die Angst vor, vom Zelt erdrosselt zu werden da sich die Wand bis aufs Gesicht senkte und durch permanenten Armeinsatz gestützt werden musste.

Tag 4

Harr, schneller als die paule! Also was kam noch? Wir haben morgens den Zeltplatz nach dem Frühstück verlassen, sind zum Bahnhof gepilgert, direkt in den Zug eingestiegen (diesmal war es auch schon nach neun Uhr) und nach Bernried gefahren. Unterwegs kamen immer mehr Schulklassen hinzu, so dass der Zwischenstopp eine erholsame Unterbrechung war. Wir sind dann in das Museum der Phantasie gestolpert und haben den Tag dort verbracht. Auf dem Weg konnten wir mit Bernried den „schönsten Ort Deutschlands“ bewundern. Das Museum wiederum konnte mich nicht begeistern (irgendwie war der Wurm drin im Urlaub). Zwar war das Haus wieder sehr ansehnlich, die Struktur bzw. der rote Faden fehlten aber völlig. Dazu trafen viele Exponate einfach nicht meinen Geschmack, das Café traf diesen aber sehr gut (auch wenn der Geldbeutel dafür leiden musste). Wir kamen dann sehr pünktlich am Bahnhof an und konnten schnell weiter nach München um den Anschlusszug nach Bamberg zu erwischen. In München deckten wir uns dann noch mit etwas zu Essen und zu Lesen (National Geographic gab’s erst im dritten Zeitschriftenladen, grml) ein und quetschten uns in den randvollen Zug. Dieser verweilte erstmal eine Stunde vor Freising wegen Personen im Gleis, juhu, konnte dann bis Hirschaid entspannt durchfahren und wurde immer leerer. In Hirschaid gab’s das gleiche Spiel nochmal: 60min Standzeit wegen Personen im Gleis. Passenderweise dazu folgendes Zitat: „Wenn die schon nicht wissen was da drin liegt sollen sie halt einfach drüber fahren. Macht auch keinen Unterschied mehr“. Letztendlich waren wir dann kurz vor Mitternacht zuhause und konnten den „normalen“ Alltag wieder aufnehmen. Freitag waren wir als Ersatz dann noch auf der Altenburg 😉

Fazit

GPS Track unserer Wanderungen um Kochel
GPS Track unserer Wanderungen um Kochel

Es hat sich gelohnt.  Die Haut hat Farbe bekommen, der Körper wurde bewegt und die Augen haben einiges erblicken können. Dabei kam aber auch die Ruhe nicht zu kurz und der Geist wurde mit neuen Inhalten gefüttert. Insgesamt haben wir uns ca.  84 km bewegt. Dabei sind aber auch die beiden Busfahren über den Kesselberg. Interessanter ist aber die Anzahl der Höhenmeter die wir überwunden haben. Nach Abzug von 1000m durch die Herzogstandbahn bleiben immer noch 5500m stehen. Faszinierend.

Glücklicherweise hat der Urlaub auch der paule gefallen, so dass wir auch in Zukunft mit ähnlich preisgünstigen und bewegungsreichen Urlauben planen können. So haben sich auch die Anschaffungskosten gelohnt und die ersten Erfahrungen können für die nächste Packliste einfließen. Was vermutlich ein bisschen anders wird ist die Unterbringung. Hier könnten auch Jugendherbergen, Pensionen oder Hotels mit einbezogen werden.

Zu Guter Letzt auch noch die Fotos als kleine Diashow:

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