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Vortrag: Wie das Web 2.0 den Journalismus verändert

Der Vortrag ist zwar schon wieder eine gute Zeit her, meine Notizen stehen aber immer noch im schwarzen Büchlein. Damit ich es leichter habe die Infos wieder zu finden gibt’s hier halt noch einen Beitrag dazu. Den größten Teil des Vortrags nahm ein allgemeiner Teil ein, die Untersuchung wurde nur zum Schluss kurz angerissen. Christoph Neuberger ging zunächst auf die veränderte Rolle der Journalisten durch die Möglichkeiten des Web 2.0 ein. Diese würden ihre Rolle als klassische Gatekeeper verlieren und müssten sich auf die Beobachtung der Schleuse beschränken, also Daten sammeln, aufbereiten und kommentieren.

Im Internet sieht er drei Formen von Kommunikation welche den Journalismus betreffen. Die Profession, die Partizipation und die Technik. Den interessantesten Punkt hierbei stellt meiner Meinung nach die Technik dar. Diese wird durch Dienste wie GoogleNews, wikinews, etc. präsentiert. Hier geht es also um die automatische Suche, Auswertung und Ordnung von Informationen die im Internet verfügbar gemacht werden. Eine spannende Entwicklung auch in Anbetracht der möglichen Auswirkungen auf Suchmaschinen (Stichwort: Semantik). Nun aber zurück zu den Journalisten. Ihnen kommt im Web 2.0 die Aufgabe zu für Orientierung, Vernetzung, Organisation und Moderation der Inhalte zu sorgen. Die Nutzer wandeln sich ja bekanntlich zum Produser, sie prodsumieren also und können so mit Teil der Inhalte werden. Außerhalb des Internets bleibt die Rolle des Gatekeepers aber bestehen.

Die eigentliche Studie befasste sich mit der Sicht des Journalismus auf die Entwicklungen im Internet. Dazu wurden die Leiter von Onlineredaktionen befragt. Der Anteil der reinen Onlineredaktionen war allerdings mit etwa 23% eher gering. Insgesamt nahmen 183 Personen an der Befragung teil. Interessante Ergebnisse gab es nicht sonderlich viele, sondern eher eine Bestätigung des Vorhandenen. Ein paar Ergebnisse möchte ich aber trotzdem anführen. Die Anforderungen des Internetjournalismus sehen die Redaktionsleiter quasi unverändert. Der Umgang mit Technik oder die mehrmediale Produktion waren für sie nur untergeordnete Kriterien. Auch interessant ist die Tatsache, dass 2006 (also zur Befragungszeit) nur etwa ein Drittel der Redaktionen kostendeckend arbeitete. Die Meinungen über die Qualität von Blogs sind gering, allerdings wird die persönliche Art gelobt. Vielleicht liegt das auch darin begründet, dass die Redaktionsleiter wenig Interaktion fokussieren, die neuen Medien immer noch als Push-Medium ansehen.

Insgesamt war es ein ordentlicher Vortrag, allerdings gab es für mich persönlich wenig neues zu hören. Dabei war aber einiges hochkarätiges wie der Begriff des Gatewatchers und die Tatsache, das Habermas 2008 “Ach, Europa” veröffentlicht hat und hier endlich mal deutlicher auf das Internet (wenn auch nur wenige Seiten) eingeht.

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