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25 Jahre Kommunikationswissenschaft (in Bamberg)

Heute war ich den halben Tag auf der Festveranstaltung zum 25jährigen Bestehen des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft. Ab 20 Uhr gab es mehrere interessante Vorträge zu verschiedenen Themen. Leider hat mir hier das zentrale Thema gefehlt. So kamen neben der Professionalisierung im Journalismus und der Kommunikationsbrachnche auch Entwicklungen in der PR-Forschung und ganz allgemein der Öffentlichkeitsbegriff zur Sprache. Man sieht, dass es hier keinen zentralen Punkt oder ein Motto gab.

Es folgte eine Pause in der das überaus ansehnliche und leckere Buffet in den Kreuzgang der Aula lockte. Dabei kamen viele Hörer und Referenten ins Gespräch und so wurden sicher auch schon erste Fragen für die Podiumsdiskussion aufgeworfen. Diese startete gegen 14 Uhr und dauerte bis zum Ende des Festes. Zwischendurch gab es Musik, welche, bis auf das sie von einigen ehemaligen Studenten stammte, nichts mit der Veranstaltung zu tun hatte. Zum Abschluss kam dann noch klasse Kabarett, ebenfalls von einem ehemaligen KoWi-Studenten.

Das soweit zum Ablauf. Dieser war reibungslos und man muss dem Projektteam eindeutig Respekt zollen. Ich denke, nächstes Mal bin ich auch in der Übung dabei. Leider haben sie sich ein wenig mit dem Termin verzettelt, da dieser nah am Wochenende lag und nebenbei noch bei vielen Studenten der Rausch vom deutschen Viertelfinalspiel ausgeschlafen wurde. Dementsprechend war das Publikum auch eher klein und vor allem von Nicht-Studenten geprägt. Deswegen waren auch die Stände von einigen Hochschulgruppen wenig passend. Was dabei noch generell zu kritisieren wäre ist, dass die Stände nicht auf die KoWi angepasst waren und somit sehr unattraktiv für das Publikum waren. Das habe ich leider an der eigenen Haut erlebt. Sehr gut gefallen hat mir auch die Festschrift, welche ich nachher noch lesen werde.

Was mich an der Diskussion ein wenig gestört hat war, dass die Teilnehmer offensichtlich nicht mit der aktuellen Situation am Lehrstuhl vertraut waren. So wurde immer wieder der Praxisbezug kritisiert, welcher meiner Meinung nach hier besonders stark ausgeprägt ist. Auch die Mehrsprachigkeit oder das Studium Generale wurden gefordert, welche beide mitlerweile schon in den Bachelor- und Masterstudiengängen integriert sind. Auch, dass alle Teilnehmer aus dem Germanistik-Studiengang kamen war nicht besonders förderlich. Mir hätte es besser gefallen eine wirkliche Diskussion zu sehen, anstatt nur ein laues Gespräch unter ehemaligen Studienkollegen. Ein Soziologe mit dem Kommunikationsschwerpunkt hätte da sicherlich gut getan. Was mir auch gefehlt hat, war ein Ausblick auf die nächsten 25 Jahre. Wie sieht es hier aus? Wie steht es an der FoNK? Welche erweiterungen sind am Lehrstuhl noch geplant? Kommt ein Bachelor? Ein Haufen unbeantworteter Fragen, für die ich leider keine Zeit mehr hatte. Vielleicht beim nächsten Mal.

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2 Comments

  1. coyote sagt:

    Dass sowas gern zur Nabelschau verkommt ohne Input von außen, passiert leider serh gerne. Ich erinnere mich z.B. an eine Ringvorlesung zur Mediävistik, bei der kritische Stimmen gerne weggewischt wurden mit Selbstgefälligkeit.

    Wenigstens ist Sellarie aufgetreten, ich denke, alleine deshalb hat sich das eigentlich schon gelohnt, oder? :-)

  2. mac sagt:

    Nunja, eher nicht mein Geschmack ;) aber ich bin ja der große kulturbanause…

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