Negativblog mit vielen neuen Krankheiten und unschönen Syndromen? Nein, weit gefehlt! Schon beim letzten Ressorttreffen wurde es mir angedichtet: das Spießertum. Eigentlich nur wegen einer meiner Schiebermützen, aber es ging nicht weit an der Wahrheit vorbei. Neben den Gesprächsthemen “Wohnungseinrichtung”, “Kinder und Familie” sowie “Haushalt und Garten” kommen so tolle Sachen wie Radtouren auf die Tagesordnung. Nicht dass das schlimm wäre, aber ich hätte nie gedacht mal so zu werden und mich dabei toll zu fühlen. In diesem Sinne ein frohes: “Digga, du hast da ne Falte in der Markise” und bis zu den nächsten Posts vom geständigen Spießer.





[...] Mai 2008 von paule passt perfekt zur akuten spießeritis und ist seit etwa ner halben stunde amtlich: die kommenden 12 monate werde ich definitiv in bamberg [...]
Und das in deinem Alter
Freut mich wenns Spaß macht
[...] 15. Mai 2008 von paule man sollte meinen, irgendwann wär in der wohnung mal alles getan und man könnte sich einfach wohlfühlen und leben. nachdem ich von september bis locker anfang januar gebraucht hab, bis alles in meinem zimmer da war, wo es hingehörte, kam er im märz und brachte wieder alles in unordnung
seit dienstag (!) ist die küche (als vorerst letzter raum, der noch verändert wurde) soweit fertig, dass nix mehr gestrichen, gebohrt, verschoben werden muss. und prompt krieg ich die ersehnte stelle und – bring damit alles wieder in unordnung. denn mit dem einen jahr planungssicherheit steht die nächste umgestaltung der wohnung an: aus zwei quasi-aber-doch-eher-nicht-wg-zimmern sollen ein gemeinsames schlaf-und-arbeitszimmer sowie ein wohn-und-esszimmer werden. sprich: mein (ex-)zimmer (aka ankleide-und momentanes chaos-zimmer) wird nach nicht mal nem halben jahr perfekt-seiens wieder zerlegt, verteilt und wenn’s ganz dumm läuft teilweise in den keller geschafft. und wie auch schon bei der gemeinsamen gestaltung der küche schwitz ich blut und wasser aus angst, meine individualität könne auf der strecke bleiben
(ich musste auf meine roten töpfe, runde tupper-dosen und schon einen meiner beiden bunten plastikhocker verzichten!). also gibt’s haufenweise diskussionen über sichtbare räumliche trennung von schlaf- und arbeitsbereich, optimale beleuchtung und tunnel-feeling, schminktische und die problematik ungemachter betten direkt neben der zimmertür. wir spießer! [...]