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Vortrag Social Networks / SchülerVZ

Vortrag Social Networks / SchülerVZ

Vortrag Social Networks / SchülerVZ

Wie schon angekündigt kommt hier jetzt noch ein bisschen was über den Vortrag, den ich auf der GamesConvention über das SchülerVZ hören konnte. Eigentlich war das Thema ja Social Networks, aber im Endeffekt ging es um die Schüler- und StudiVZ-Gruppe. Auch die folgende Diskussion war eher kurz und mehr eine Fragestunde als das mehrere Meinungen aufeinander trafen. Dennoch war die Zeit gut genutzt und dicherlich für einen Einstieg in das Thema gut zu gebrauchen. Leider waren wenige/keine Eltern beim Vortrag zugegen.
Der Vortrag ging mit einer kurzen Einleitung zum Thema Web 2.0 los, welches als Internet als Mitmachnetz zusammengefasst wurde. MySpace wurde als bekanntester Vertreter eines als Website realisierten Sozialen Netzwerks vorgestellt, ebenso wie weitere Seiten auch für andere Zielgruppen wie Eltern, Berufssuchende oder eben Schüler. Der Mehrwert des sozialen Vernetzens sei in der Selbstdarstellung, dem von regionalen Grenzen unabhängigen Interessenaustausch , der aktiven Nutzung statt passivem Konsum, sowie dem durch Meinungsaustausch erweiterten Horizont zu finden. Social Networks seien immer die “richtige” Umgebung für alle Stimmungslagen, vom rumlurken bis zum selbstständigen Erstellen von Inhalten sei alles machbar. Aber auch der Gruppenzwang welcher zur Anmeldung auf einer Plattform führt wurde als Schattenseite angeschnitten. Dannach folgte direkt der Teil des SchülerVZ. Dieses ist seit Februar 2007 online, wobei etwa 50.000 – 60.000 Nutzer von StudiVZ ins SchülerVZ gewechselt sind. Im März 2007 hatte es ca. 88.000 Nutzer, im Juli 2007 waren es schon etwa 900.000 und mitlerweile ist die 1Mio.-Nutzer-Grenze überschritten. Weiterhin wurden die Funktionen kurz eingeführt, Gruscheln wurde dabei als virtuelles Grüßen bezeichnet, 1on1 Kommunikation findet mittels Nachrichtensystem, Pinwand und eben Gruscheln statt. Fotoalben, Diskussionsforen und das eigenes Profil gelten ebenso als Darstellungsform nach außen wie auch die Mitgliedschaft in Gruppen. Diese lassen sich in zwei grobe Kategorien teilen. Zum einen die Labelgruppen (z.B. “1991 – der Weltbeste Jahrgang” mit 39T Mitglieder) und zum anderen Diskussionsgruppen (z.B. zu den Themen Sommer, iPod, Musik und Telefonieren, welche alle über 30T Mitglieder haben). Dabei lässt sicher auch wieder zwischen regionalen und überregionalen Gruppen unterscheiden.
Nach der ausführlichen Einführung in das System ging es weiter mit dem eigentlichen Schwerpunkt, den Medienpädagogischen Aspekten des SchülerVZ. Was in der Realität das Steine werfen oder Graffities sind können im SchülerVZ beleidigende Pinwandeinträge oder das Hochladen von peinlichen Bildern sein. Der eigene Name führt dabei zur Selbstkontrolle der Community, da man ja die eingene Klasse kennt oder auch die Stufe. Die Privatsphäre wird durch Sicherheitseinstellungen wie z.B. Gruppen ab 16 oder Einstellungen zur Profileinsicht geschützt. Aktiver Jugendschutz wird groß geschrieben und durch die 160 Mitarbeiter, wovon 60 jeden Tag nach unzulässigen Bildern oder Gruppen fahnden, verwirklicht. Allerdings kommen dazu noch zwei- bis dreitausend Bilder durch die Selbstkontrolle in der Community pro Tag. Ansich lässt sich subjektiv mehr Zivilcourage und Hilfsbereitschaft als im realen Raum feststellen, aber das gleiche Maß an Verantwortung gilt in beiden Realitäten. Dadurch ist eine “Prangerfunktion” eher unwahrscheinlich, auch wenn das System dazu misbraucht werden könnte.
Beim Umgang mit Sozialen Netzwerken ist eine sensible Annäherung durch die Eltern notwendig da einfaches Mitlesen dem Sichten des Tagebuches gleichkäme. Damit ging es dann auch schon in den offenen Teil über. Aber da unter den Zuhörern oder vorbeischauenden Gästen soviele Eltern waren wie man an maximal zwei Fingern abzählen kann ging es in der Diskussion dann weniger um die eigentliche Fragestellung der neuen Aufgaben der Medienerziehung durch Social Networks im Web 2.0 als vielmehr um das SchülerVZ/StudiVZ als solches. Neben der indirekten Bestätigung, dass beide Seiten auf dem selben System basieren und somit auch die selben Anfälligkeiten gegenüber Sicherheitslücken haben gab es nur noch Beteuerungen dazu dass ehemalige Sicherheitslücken im StudiVZ geschlossen sind und diese durch das unvorhersehbare Wachstum entstanden seien. Mitlerweile seien auch professionelle Sicherheitsfirmen mit weitern Verbesserungen an der Sicherheit überfragt. Rechtliche Unsicherheiten in den AGBs seien durch den Verhaltenskodex zu ergänzen und als Präventivmaßnahmen zu verstehen, da sich im SchülerVZ verschiedene Altergruppen bewegen.

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