Sodele, heute habe ich mir meine erste Uni-Auszeit dieses Semester gegönnt und ich muss sagen, es tut einfach gut. Dafür ist die Wohnung wieder sauber, das Material eingeheftet und ich habe schon mal mit dem nächsten Referat angefangen. “Internet und Netikette” – Ein Thema dass ich schon seit langem auf meiner Liste habe und über das ich mich länger auslassen wollte. So kann ich dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Was mich bei der Sache besonders gefreut hat ist, dass ich den Bastard Operator from Hell wiederentdeckt habe. Wer sich nichts darunter vorstellen kann hier mal ein Lesebeispiel:
Mein Job ist so eine Hetze, dass ich kaum dazu komme, kurz mal ins Kino zu fahren, bevor die Leute ihre Ausdrucke abholen kommen. Die Queue ist sowieso viel zu voll, als dass ich alles rechtzeitig ausdrucken (und sortieren) könnte. Also kille ich alle die kleineren Jobs bis auf zwei und die lassen sich im Nu sortieren. Nach dem Film (einer von diesen Endlos-Bertoluccis, wo der Held nach drei Stunden endlich in grandiosen Visionen zugrunde geht) komme ich zurück, um die Ausdrucke auszugeben.
Etwa fünfzig Leute warten draußen und ich habe zwei Ausdrucke. Stimmt ziemlich gut mit meinem Durchschnitt überein. Andererseits hätte ich mehr killen sollen. Egal, ich lasse die beiden Ausdrucke elegant auf den Tisch gleiten, drehe mich um und gehe betont langsam zurück in meinen Glaskasten. Dabei halte ich deutlich sichtbar das Clipboard in der Hand, das mit den großen roten Buchstaben ”ACCOUNTS TO REMOVE” auf der Rückseite. Keiner sagt ein Wort. Wie immer.




