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Bluthochdruck mit Christiansen

Herrlich, da kocht die Suppe doch mal wieder in den Adern. Kaum schaut man mal ne Stunde fern kriegt man Gewaltphantasien wie sie bisher noch kein sog. Killerspiel bei mir hätte projizieren können. Eine eigentlich recht harmonische Runde wie ich finde, wenn man von Frau Fröhlich absieht, welche sich ausschließlich für das Verbot von (immer wieder wiederholt) Killerspielen einsetzt.

Als Spieler des Spielens wegen geht mir so was natürlich gegen den Strich. Zum einen gibt es de facto keine rechtlich bindende Zensur in Deutschland, was ein Verbot schon mal verfassungswidrig macht. Zum anderen ist der Begriff an sich schon sehr unpassend gewählt. Man muss sich bloß Spiele wie pacman anschauen wo es schon ums Fressen und gefressen werden, also töten von Lebewesen, geht. Im Endeffekt ist also fast alles was heute auf dem Markt ist ein Killerspiel. Und bei grob geschätzt 1.000.000 aktiven Spielern in Deutschland 5% als latente Amokläufer darzustellen ist mehr als übertrieben. 50.000 Massenmorde würden auch auf demografischer Ebene ihren Einfluss haben, und nicht nur wie die beiden in Erfurt und Emsdetten, welche Videospiele als Sündenbock geliefert haben, eine kurzfristige Empörung in Medien und Politik.

Am Ende der Sendung hat sie sich dann noch klassisch selbst ein Bein gestellt indem sie Erziehung und Förderung als besonders wichtig hervorgehoben hat. Aber was hat das mit dem einfachen Verbot von Spielen zu tun? Sollte man nicht auch die positiven Effekte vom Spielen sehen und diese evtl. auch in Schulen nutzen? “Teamspiel statt Egotrip” – das wäre z.B. eine AG die wohl die Räume sprengen würde.

Nunja, der Rest der Runde war relativ homogen was die Meinungen angeht, auch wenn ich Herrn Lemke als besonders engagiert erlebt habe. Und auch im Publikum gab es hochrote Köpfe denen es schwer gefallen zu sein scheint leise zu bleiben. So, genug geschrieben, jetzt muss ich schwere Gegenstände bewegen um mich abzureagieren.

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